Portalstart: Glauben-und-Bekennen

  DEM   BIBLISCHEN   ZEUGNIS   VERPFLICHTET




JAHRESLOSUNG für 2005



"Jesus Christus spricht: Ich habe für dich gebeten, dass dein Glaube nicht aufhöre."
Lukas 22,32



Lieber Besucher, liebe Besucherin dieser Homepage!

Unser Glaube in Gefahr!
Der Hahn auf den Türmen vieler Kirchen erinnert uns an einen Jünger Jesu - an PETRUS. Die Lebensgeschichte dieses Mannes, wie sie uns in den Evangelien und der Apostelgeschichte aufgezeigt wird, ist hochinteressant:
Petrus war ein "gestandener" Mann. Er war verheiratet und lebte in einem Haus in Kapernaum, am Galiläischen Meer. Er hatte einen eigenen Fischereibetrieb und wir dürfen ihn als zum damaligen "Mittelstand" zählen.
Petrus wußte, was harte Arbeit ist. So manche Nacht hat er mit seinen Mitarbeitern auf dem See Genezareth zugebracht. Und so manche Ausfahrt endete nur mit einem mageren Ertrag.
Jesus hatte Petrus in seine Nachfolge gerufen, als der - angesichts seiner Sünden - zusammengebrochen war. Es war auch Jesus, der ihm den Zunamen "Kephas" (was so viel wie Fels bedeutet) - in Griechisch "Petrus" gegeben. Simon war sein hebräischer Name.
Petrus war sehr oft der Wortführer in der Zwölfergruppe. Er war auch auserwählt mit Jesus auf dem Berg Tabor zu sein, als Jesus verklärt wurde. Und er war der einzige Jünger, der sich mit seinem Leib und Leben gegen die Gefangennahme Jesu auflehnte und nach seinem Schwert griff.

Und trotzdem war Petrus, wenn es um den Glauben ging, kein Held:
  • Da will er Jesus von seinem Weg ins Leiden abhalten - und er wird als "Satan" bezeichnet;
  • Er ist es, der angesichts einer Magd leugnet, daß er Jesus kennt!
  • Da ist er unter denen, die nach der Kreuzigung Jesu sich in ein Versteck zurückziehen;

    Genau dieser Petrus ist es, der nachts, bei der Begegnung mit Jesus, aus dem Boot steigt, um ihm auf dem Wasser entgegenzugehen. Doch als er die Wellen sah, kam er ins Sinken!

    Und dieser Jünger wurde im Besonderen von Jesus angesprochen, als es um die Frage ging, wer denn der Größte unter den Jüngern wäre. Nachdem Jesus aufgezeigt hatte, daß er unter ihnen ist wie ein Diener, verheißt er ihnen das Reich Gottes. Doch Jesus sagt ihnen auch, daß der Satan sie durcheinanderbringen wird - "Der Satan hat begehrt, euch zu sieben wie den Weizen!".
    Und Jesus spricht dann zu Simo: "Ich habe für dich gebeten, dass dein Glaube nicht aufhöre."

    Und dieser Jünger Petrus ist es danach, der Jesus bis in den Tod folgen will - und doch muß Jesus ihm sagen: "Ehe der Hahn heute kräht, wirst du dreimal geleugnet haben, daß du mich kennst! (Lukas 22,32.34)

    Im "Hohenpriesterlichen Gebet" (Johannes 17) erfahren wir von dieser Fürbitte Jesu für die Seinen. Ohne dieses Gebet Jesus für unseren Glauben sähe es schlecht für uns aus, denn unser "Glaube ist in Gefahr".
    Was kann uns da alles nur so leicht ins Schleudern bringen:
  • Eine Krankheit, von der wir lange nicht genesen können;
  • ein Unglück, das uns ereilt hat;
  • unerfüllte Gebete, die uns anfechten;
  • unsere eigenen Veranlagungen, die uns zu schaffen machen;
  • Zweifel, wie es denn wirklich mit Gott sei;
  • Die Frage, ob die Bibel wirklich Gottes Offenbarung ist - d.h. sein entscheidendes Wort über Tod und Leben an uns Menschen;
  • Anfechtungen angesichts der vielen anderen Religionen um uns herum.
  • Und jene Heruasforderung dadurch, daß wir von sovielen Menschen umgeben sind, die mit unserem christlichen Glauben nichts anfangen können - oft unsere Angehörigen und Freunde;
  • Und nicht zuletzt unser eigener Verstand, der uns oft in die Irre und Wirre führen will.

    Ja, unser Glaube gleicht einer Kerze im Wind: Wenn wir nicht aufpassen, ist die Kerze schnell ausgeblasen; der Glaube ist wie das Leben eines kleinen Kindes: verletztlich.

    Auch der berühmte Reformator Martin Luther wußte darum. Von ihm wird erzählt, daß der Teufel ihn immer wieder herausgefordert hat - ja, daß Luther sogar sein Tintenfaß nach ihm schmiß, um ihn loszuwerden.
    Und Luther wußte auch, daß wir "Glauben" nicht selber machen oder produzieren können. So schrieb er zum 3.Glaubensartikel:
    "Ich glaube, daß ich nicht aus eigener Vernunft noch Kraft an Jesus Chrisuts, meinen Herrn, glauben oder zu ihm kommen kann, sondern der Heilige Geist hat mich durchs Evangelium berufen, mit seinen Gaben erleuchtet, im rechten Glauben geheiligt und erhalten ..."
    Wie gut, daß wir wissen, daß wir einen Freund und Bruder haben, Jesus Christus, der für uns zum Vater im Himmel betet, daß unser Glaube nicht aufhöre - ja, wie gut zu wissen, daß wir einen Herrn haben, der sich für uns verantwortlich weiß.

    "Jesus Christus spricht: Ich habe für dich gebeten, dass dein Glaube nicht aufhöre."



    Ihr Jakob Stehle, Pfarrer i.R.


  • Jahreslosung 2005
    Zum Anfang
          

  • TAGESLOSUNGEN
  • JAHRES-FESTE

  •   [Alph.Verzeichnis-Besinnungen]   ABC-BESINNUNGEN     [Themen-Verzeichnis]   THEMEN DES GLAUBENS     Jahreslosungen   JAHRESLOSUNGEN


    Impressum
    Jakob Stehle, Pfarrer i.R. Reutlingen-Oferdingen - (07121/623612)
    [ JAHRESLOSUNG ]